Gesammelte Ängste

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

KUNST Die Kunsthalle Wien und das Mumok zeigen die Sammlung Dakis Joannou, die trotz des Allerweltsthemas "Traum und Trauma" das Fürchten lehrt.

Der Geschäftsmann Dakis Joannou ist ein offenherziger Mensch. Für einen Katalogtext marschiert der Grieche schon mal mit einer Psychoanalytikerin durch seine Sammlung zeitgenössischer Kunst und assoziiert frei zu den von ihm gekauften Werken. Der Transportunternehmer hat in den letzten dreißig Jahren eine der größten Privatkollektionen an Gegenwartskunst in Europa zusammengetragen. "Ich halte ihn für einen psychisch ungewöhnlich gesunden Menschen, dem es gelungen ist, kreativ mit dem umzugehen, was er die dunkle Seite des Lebens nennt", attestiert die New Yorker Psychoanalytikerin Hilary Rubenstein Hatch dem Großsammler, in dessen Gedankenketten sie keine Neurosen aufspüren konnte. Joannou banne seine eigenen Ängste in die abgründige Kunst, die er sich an die Wände hängt. Die Doppelausstellung "Traum und Trauma" bringt nun einen hochkarätigen


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