Ohren auf

Indie alt & neu

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

Es kommt eher selten vor, dass das neue Album einer jungen Indieband mit einem knapp sechsminütigen Song beginnt, der zwischen trauriger Ballade und dramatischem Midtempo-Epos pendelt und auch noch eine markante A-cappella-Passage enthält. Interpol machen genau das, und sie liegen damit goldrichtig; "Pioneer to the Falls" gerät gleich eingangs zu einem Highlight von "Our Love To Admire" (Capitol/Emi), dem dritten Album des New Yorker Quartetts. Natürlich kann man Interpol in ihrer Mixtur aus Trübsalbläsertum, Indiepop-Existenzialismus und behutsam entschärften Post-Punk-Sounds auch diesmal wieder vorwerfen, ein reines Joy-Division-Gedächtnisunternehmen zu sein. Aber immer nur stänkern macht ja auch nicht froh - Interpol-Hören dagegen schon.

Auch die britischen Editors haben Joy Divisions schmales Werk genau studiert. Den dabei gewonnenen Erkenntnissen fügen sie auf "An End Has a Start" (Pias/Edel) noch eine kräftige Portion Schwermut-Synthiepop der Marke Ultravox ("Dancing with


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige