Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

Harry Potter und der Orden des Phönix Das eisige Grauen erreicht die englische Vorstadt, und auch ansonsten wird's eng: Die Konflikte verlagern sich ins Innere - nicht nur des zusehends isolierten und nun vollends in der Pubertät angekommenen Helden, der die Nähe zu seinem dunklen Widersacher spürt, sondern auch in Hogwarts, wo die saccharin-sadistische Inquisitorin Dolores Umbridge (die großartige Imelda Staunton, bekannt als Mike Leighs "Vera Drake") ein totalitäres Regime errichtet. Der außerhalb Großbritanniens weitgehend unbekannte TV-Regisseur David Yates hat die Adaption von Teil 5 der Potter-Saga "Harry Potter and the Order of the Phoenix" übernommen und macht eigentlich alles richtig: endlich ein Potter-Film ohne Quidditch-Turnier! Stilsicher und detailfreudig inszeniert Yates das stets etwas überbevölkerte und abgewohnte Paralleluniversum der Zauberer in der Muggelwelt. Die Probleme, die der Film dann doch hat, gehen auf die Romanvorlage zurück: Die digitale Pyromanie


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