Schranz - Olympia 1:1


Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

SPORT Die Vergabe der Winterspiele 2014 ist leicht erklärbar. Weil in dieser Wunderwelt Sieger und Verlierer gleich Recht haben. Eine Analyse.

Je depperter, exklusiver, intriganter, klüger, wissender oder hintergründiger die Erklärungen für die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 an Sotschi und die Niederlage Salzburgs sind, desto wahrer sind sie. Denn sie stimmen alle. Die Wirkungsmacht des außerweltlichen Feldes "Sport", eine symbolische Ordnung herzustellen, reicht über den eigentlichen Wettkampf hinaus und umfasst auch nüchterne Ereignisse wie den Kampf von Wirtschaftsgiganten um die Errichtung eines Stadions (Klagenfurt: Porr - Strabag 1:0) und eben die olympische Auftragserteilung.

Alles lässt sich kleinmaximäßig erklären: Putin stellt sich nicht vor das Internationale Olympische Komitee (IOC) hin, wenn er nicht schon gewonnen hat. Schließlich hat er einen funktionierenden Geheimdienst. Und Geld bis zum Abwinken. In Salzburg hingegen wollte nicht einmal die Stadtbevölkerung

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