In der Radfalle

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

VERKEHR Die Wiener Grünen bieten Radlern jetzt Gelegenheit, ihrem Ärger online Luft zu machen.

Ein Fall für den Radanwalt: gefährliche Situationen wie die beim Burgtheater, wo rechts abbiegende Autofahrer immer wieder Radler auf dem Ringradweg übersehen. Was zum Aufregen: Einbahnstraßen, die Menschen auf Rädern Umwege bescheren. Dauerbrenner: fehlende Absperranlagen. Noch finden sich erst wenige Fähnchen des Ärgers auf der interaktiven Wien-Karte, die von den Wiener Grünen diese Woche ins Internet gestellt wurde. "Sag, was dir am Radnetz nicht passt", fordert Christoph Chorherr Alltags- und Freizeitradler auf, sich am Projekt "Radfalle!" zu beteiligen. Man möge Mängel und Lücken im Wiener Radverkehrsnetz benennen, vielleicht sogar Lösungsvorschläge anbieten, aber auch gute Lösungen loben. Das ist einigermaßen naheliegend, schließlich sieht man den Grün-Politiker Chorherr selbst regelmäßig mit dem Rad durch die Stadt kurven.

Das Onlinewerkzeug basiert auf Google-Maps, registrierte Benutzer der Homepage der Wiener Grünen können Punkte setzen, den genauen Standort sowie das jeweilige Problem schildern und auch Fotos davon auf den Server laden. Die gesammelte Information soll dann auf Landes- und Bezirksebene den zuständigen Stellen vorgelegt werden.

Vielleicht lässt sich auf dem Plan der Grünen ja in ein paar Wochen auch ablesen, ob die Parteikollegen in den von ihnen regierten Bezirken gute Arbeit leisten. Für den Radverkehr nämlich. Mit ganz vielen "Gute Lösung"-Fähnchen. Die sind in der "Radfalle" übrigens blau.


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