Jetzt halt Schnitzel


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

NEUES LOKAL Das Essstadt in den Gürtelbögen ruht, die Betreiber machen einstweilen das Gegenteil davon: ein erdverbundenes Eckbeisl im Alsergrund.

Als vor ziemlich genau fünf Jahren das Essstadt eröffnete, da waren die Flatratepartys noch nicht erfunden oder zumindest den Kindern noch nicht durch die Boulevardmedien schmackhaft gemacht worden. Da gab es noch die kleine Hoffnung für den Gürtel, dass das etwas naive stadtplanerische Konzept "Gastronomie verhindert Ghettoisierung" vielleicht doch aufgehen könnte. Zum Beispiel, wenn man in die Auswahl der Lokale irgendwie eingegriffen hätte. Hat man aber nicht, Alkotankstellen und Grölhütten wurden die Regel. Delikate Projekte wie das kleine Essstadt - ein gestyltes 20-Sitzplätze-Restaurant mit einem fix vorgegebenen Menü - blieben die Ausnahme. Und nachdem es mittlerweile recht oft vorkommt, dass sich 14-Jährige in ihrem Erbrochenen vor der Essstadt wälzen oder ihre Gäste angestänkert werden, sahen Gordana Miac und Walter Steinbrecher

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