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Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

INDUSTRIE Sie gilt als verlängerter Arm der ÖVP. Doch in letzter Zeit überrascht die Industriellenvereinigung mit Forderungen wie der gemeinsamen Mittelschule für Zehn-bis 14-Jährige oder mehr Zuwanderung. Wie progressiv sind die Fabrikanten?

Von außen betrachtet könnte man meinen, es wehe derselbe Mief durch die ehrwürdigen Hallen wie vor zwei Jahrhunderten, als die bösen Fabrikanten ihre armen Arbeiter am Hungertuch nagen ließen. Im Inneren des fast bedrohlich imposanten Hauses der Industrie am Schwarzenbergplatz, geschmückt mit moderner Malerei und Fotokunst, geht es überraschend bunt zu. Dort sitzt der Makroökonom mit seinen Tabellen, während hier der Professor für praktische Theologie überlegt, wie viel Zuwanderung das Land braucht, und einige Türen weiter werkt der Schulreformer.

Die Industriellenvereinigung (IV) kümmert sich schon seit längerem nicht mehr nur darum, dass die Hochöfen brennen. Ob es der Wunsch nach einer Arbeitserlaubnis für Asylwerber ist, ein


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