Ein Leben, beispielsweise

Politik | Armin Thurnher | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

LEON ZELMAN (1928-2007) Der unbeugsame Mahner, Gründer des Jewish Welcome Service und Herausgeber des "Jüdischen Echo" in der Erinnerung seines Biografen.

Leon Zelman war ein öffentlicher Mensch, er gehörte zum Inventar der Republik, wenngleich ihn nicht alle in dieser Republik gern sahen. Für viele war er ein Ärgernis, aber was konnte man gegen den Zorn eines Menschen einwenden, der als Kind ins KZ gekommen war und als Einziger seiner Familie die Shoa überlebt hatte? An Objekten des Zorns fehlte es diesem Mann in dieser Zweiten Republik nicht. Er stellte sich dem Lauf der Dinge in den Weg, zornig hob er seinen Spazierstock und forderte, was er für richtig hielt. Damit meinte er nicht nur Geld für seine Projekte, wichtiger war ihm das Gewicht der Herzen. Nur ein herzloses Unternehmen wie die blau-schwarze Wenderegierung konnte es schaffen, ihm Geld für sein Projekt des Jewish Welcome Service zu streichen.

Beharrlich drang Leon Zelman auf moralische Unterstützung. Offenbar verstanden


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