Wiesenthal wartet

Politik | Stefanie Platzgummer | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

ZEITGESCHICHTE II Das Wiesenthal-Institut existiert nur auf dem Papier. Die Regierung kann sich nicht entscheiden, ob sie dafür Geld lockermachen will.

Als Ehrenbürger der Stadt Wien ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Resultate meiner jahrzehntelangen Arbeit im Herzen der Stadt gut aufgehoben zu wissen." Simon Wiesenthals letzter Wille, in Wien ein Shoa-Forschungszentrum zu errichten, war schon zu Lebzeiten des berühmten "Nazijägers" im Gespräch. Das Konzept des Wiesenthal-Instituts für Holocaustforschung steht seit 2006, ein Standort am Rabensteig 3 in der Wiener Innenstadt ist gefunden, nur das Geld fehlt. Schon unter Schwarz-Blau brachten Verhandlungen keine Ergebnisse. Dem Kabinett Gusenbauer konnten die sieben Gründungsvereine - unter anderem die Israelische Kultusgemeinde, das Institut für Konfliktforschung und das Jüdische Museum - bisher nur "positive Signale" entlocken.

Nach jahrelangem Warten haben die Gründungsväter des Instituts die Nase voll. "Wir brauchen eine


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