"Das ist ein Flop"

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

ORF Vor hundert Tagen startete ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz seine große Programmreform. Ist heute alles besser, oder steht der ORF vor dem Verkauf? Zwei Stiftungsräte im Streitgespräch.

Eines ist sicher: Es waren hundert turbulente Tage im ORF. Am 10. April startete der frischgebackene Generaldirektor Alexander Wrabetz seine große Programmreform: Die Durchschaltung der "Zeit im Bild" (ZiB) wurde aufgehoben, die Nachrichtensendung läuft seither nur noch auf ORF2; die tägliche Unterhaltungssendung "Mitten im 8en" wurde eingeführt und wegen fehlender Zuseher bald wieder abgeschafft, und auch an etlichen anderen Stellen wurde herumgedoktert. Die Quoten sind trotzdem im Keller. Im Juni hatte der ORF bei den Kabel- und Satellithaushalten einen Marktanteil von 36,9 Prozent - ein historischer Tiefstand für diesen Monat.

Wrabetz wurde binnen Wochen vom Wunderwuzzi zum Watschenmann. Vor allem das bürgerliche Lager hat sich auf den neuen ORF-Chef eingeschossen. Kein Wunder: Der Generaldirektor


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