Salzburger Festspiele

Nicht nur Jedermanns Sache

Kultur | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

Neue Gesichter in der künstlerischen Leitung von Österreichs prestigeträchtigstem Festival: Intendant ist seit heuer der Regisseur Jürgen Flimm, für das Konzertprogramm zeichnet der Pianist Markus Hinterhäuser verantwortlich, für das Schauspiel ist der Dramaturg Thomas Oberender zuständig. Nachdem voriges Jahr sämtliche Mozartopern aufgeführt wurden, steht mit der Wiederaufnahme von "Le nozze di Figaro" heuer nur ein Werk des berühmtesten Salzburgers auf dem Programm; die Neuproduktionen sind Haydns "Armida" (Dirigent: Ivor Bolton; Regie: Christof Loy), Tschaikowskis "Eugen Onegin" (Daniel Barenboim; Andrea Breth), Webers "Der Freischütz" (Markus Stenz; Falk Richter) und Berlioz' "Benvenuto Cellini" (Valery Gergiev; Philipp Stölzl). Dazu kommt ein "Requiem für eine Metamorphose", das der flämische Universalkünstler Jan Fabre in der Felsenreitschule inszeniert.

Das Konzertprogramm bietet unter anderem die Reihe "Kontinent Scelsi", für die Christoph Marthaler "Sauser aus Italien" (siehe obenstehenden Artikel) inszeniert. Im Schauspiel stehen neben dem obligaten "Jedermann" vier große Produktionen auf dem Spielplan: Auf der Perner-Insel inszeniert Luk Perceval den Komödienmarathon "Molière. Eine Passion", in der Residenz spielen Barbara Sukowa und Jeroen Willems Heiner Müllers "Quartett", im Landestheater gibt's Thomas Bernhards Frühwerk "Ein Fest für Boris" (Regie: Christiane Pohle) sowie den "Sommernachtstraum" (Regie: Christian Weise). Beim Young Directors Project werden diesmal vier Arbeiten von Kollektiven gezeigt, als Dichter zu Gast sind die US-Romanciers Richard Ford und Jeffrey Eugenides.

Salzburger Festspiele: vom 27.7. bis 31.8. Karten: Tel. 0662/80 45-500 oder www.salzburgfestival.at


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