Ohren auf

Raudaubrüder

Sebastian Fasthuber | Kultur | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum von Daft Punks Meisterwerk "Homework" legt eine Reihe jüngerer Produzentenduos Arbeiten vor, die mehr oder weniger deutlich an den krachenden Discosound der beiden Franzosen anknüpfen. Die heißeste Adresse sind Justice, und das nicht allein aufgrund der Tatsache, dass sie ebenfalls aus Paris kommen und von Daft Punks Exmanager betreut werden. "Cross Symbol" (Ed Banger/Warner), das Album mit dem Kreuz am Cover, könnte sich gut zum "Homework" der nächsten Generation auswachsen. Der Sound wummert hemmungslos übersteuert und klingt doch im weitesten Sinne poppig, die Beats peitschen hart, aber herzlich. Das musikalische Referenzsystem, aus dem Justice ihre kleinen Erkennungsmelodien schöpfen, reicht, grob eingekreist, von den Jackson Five über DJ Pierre bis AC/DC: Brachialpop für den Dancefloor, der erstaunlicherweise über die volle Albumlänge funktioniert. Ähnlich unsubtil agieren Digitalism, ein Duo aus Hamburg. Doch wo Justice den Holzhammer

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