Ein subversiver Patriot

Kultur | Wendelin Schmidt-Dengler | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

LITERATUR Die Geburt der österreichischen Identität aus der Erfahrung des Exils: über den Germanisten Felix Kreissler (1917-2004), der in Frankreich für ein neues Österreich-Bild kämpfte.

Wer das Österreich von heute verstehen will, ist gut beraten, wenn er jene befragt, die das Österreich von damals kannten, die in den Dreißigerjahren vertrieben wurden und nicht aufhörten, diesem Land mit sorgenvoller Zuneigung ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht selten waren dies Historiker oder Germanisten wie zum Beispiel Felix Kreissler (1917-2004) und Egon Schwarz (geb. 1922), die allerdings ihr Studium in den Exilländern absolvierten.

Ich kann mich nicht rühmen, Felix Kreissler gut gekannt zu haben, und doch sind mir die wenigen Begegnungen gut im Gedächtnis geblieben, und darunter auch einiges, was vielleicht über die persönliche Erinnerung hinaus von Belang sein kann. Als ich Felix Kreissler in den Siebzigerjahren kennen lernte, da wusste ich wenig oder nichts über seine Leistungen.


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