Tier der Woche

Sonnenklar

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

Jetzt fällt die Sonne schräg durch die Wolken, ihr Licht ist schonungslos. Ihr Licht liegt machtvoll auf unseren zerschmetterten Leben. Es ist fast Mittag und das Entsetzen nistet sich ein." So schlimm, wie Michel Houllebecq es hier beschreibt, werden die um eine Woche zu früh eingetroffenen Hundstage zwar nicht werden, aber sie bieten uns doch die "most sultry days of summer". Schönes Adjektiv, saubere Hitze, lästige Gesundheitstipps in den Medien und eigentlich genau das Wetter, das man sich im Winterhalbjahr herbeigesehnt hat.

Der Sirius vulgo der Hundsstern ist mit 8,6 Lichtjahren einer unserer nächsten Nachbarn und mit auch die hellste Sonne am Nachthimmel. Im alten Ägypten fiel die erste morgendliche Sichtbarkeit des Sirius mit dem Beginn der Nilflut zusammen und war als Datum deshalb von besonderer Bedeutung. Die Römer legten diese dies caniculares später auf die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August fest und schufen damit scheinbar einen Zusammenhang zwischen der heißesten


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