Kunst kurz

Solo und im Duett

Kultur | Tiz Schaffer und Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 29/07 vom 18.07.2007

Für Wolfgang Tillmans waren Kunst und Magazinfotografie nie ein Widerspruch. Andererseits würden wahrscheinlich nur wenige Werke, die in seiner ersten österreichischen Einzelausstellung bei Camera Austria im Kunsthaus (bis zum 9.9.) zu sehen sind, Platz in der aktuellen Magazinlandschaft finden. Tillmans selbst möchte zwar nicht als "verkappter Bildhauer" gelten, dennoch beherrscht seine aktuelle Fotografie das Spiel mit der skulpturalen Formgebung von Materialien wie Fotopapier oder Kleidungsstoff. "Faltungen" nennt sich die Ausstellung, die poetische Qualität des Wortes war wichtig, weniger ein dahinter zu vermutendes Konzept. In dieses würden sich weder einige zeitlich länger zurückliegenden Werke noch seine aktuellen "paper drops" pressen lassen. Diese großformatigen Bilder entstehen, wenn Tillmans Fotopapier von einem zum anderen Ende umschlägt und eine Wölbung in Form eines "Tropfens" entsteht, der durch eine hochästhetisierte Farbgebung aufgeladen wird. Ebenso entfaltet


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige