Karriere

Quo vadis, Arnold?

Politik | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

Für kurze Zeit gab es in den frühen Neunzigerjahren Gerüchte, wonach sich Arnold Schwarzenegger für das höchste Amt der Republik Österreich, das des Bundespräsidenten, bewerben könnte - ein mittlerweile verblasstes Graffito in der Grazer Attemsgasse aus dieser Zeit, "Schwarzenegger for President", hielt dieses sogar fest. Daraus dürfte wohl nichts mehr werden. Aktuell absolviert der Doppelstaatsbürger noch bis Januar 2011 seine zweite und letzte Amtszeit als Governor of California. Zwar ist er auch in den USA für noch höhere Ämter im Gespräch: Die amerikanische Populärkultur - etwa "Demolition Man" (1993) und zuletzt "The Simpsons Movie" (2007) - sieht ihn schon als US-Präsidenten. Dabei gibt es allerdings formale Probleme. Die US-Verfassung versagt Immigranten bislang das höchste Amt des Landes und auch jenes des Vizepräsidenten, für das Schwarzenegger erst kürzlich ins Gespräch gebracht wurde. Eine für seine Kandidatur nötige Verfassungsänderung gilt als schwierig. Ministerämter stehen dem gebürtigen Österreicher hingegen offen und erscheinen nicht unwahrscheinlich, zumal Schwarzenegger auf die potenziell zukunftsträchtige Klima- und Umweltthematik setzt, eine Strategie, die seine landesweite wie auch internationale Bedeutung vergrößern wird. Doch auch wenn Schwarzenegger - zumindest derzeit - sowohl hohe Popularität genießt als auch von Medien hofiert wird, sind mittelfristige Prognosen über seine Politzukunft völlig unmöglich. Allenfalls gäbe es auch andere Optionen: Der Schauspieler könnte nach dem Vorbild von Bruce Willis einen vierten Teil der Terminator-Serie drehen. Oder mit 64 Jahren in Pension gehen und wieder häufiger den Thalersee besuchen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige