Die Stadt-Homöopathen

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

LA STRADA I Das Grazer Straßentheaterfestival wird zehn: Ein Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Werner Schrempf über die Stadt als Wohnzimmer, Kunstbarrieren und das Taschengeld der Kulturpolitiker.

Von Anfang an hatten Diana Brus und Werner Schrempf mit einem Missverständnis zu kämpfen. Straßentheater - das klingt hierzulande immer ein wenig nach Jahrmarktrummel und Clownspektakel für Kinder. Das sehen die Erfinder von La Strada nicht so gerne: "Wir sind nicht die Veranstalter, die einmal im Jahr die Puppen tanzen lassen", sagt Diana Brus. Freilich, auch Puppentheater gibt es beim Grazer Straßentheaterfestival, das heuer bereits zum zehnten Mal die sommerlich vor sich hindösende Stadt erforscht und belebt, genauso wie Kindertheater oder Zirkus. Immer aber, und darauf legen Brus und Schrempf großen Wert, in hoher künstlerischer Qualität und auf europäischem Niveau. Das vor fünf Jahren ins Leben gerufene und EU-finanzierte Straßenkunstnetzwerk In Situ (siehe unten) ist


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