In Kürze

Kultur | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

JOANNEUMSVIERTEL Mit einer bösen Schelte des Landesrechnungshofs nahm Kulturlandesrat Kurt Flecker (SPÖ) vergangene Woche einen neuen Anlauf zur Verwirklichung des "Museumsquadranten" rund um die sanierungsbedürftigen Stammhäuser des Joanneums in Graz. Die Projektprüfung durch die Beamten sei "polemisch, unsachlich und dilettantisch" ausgefallen. Man habe ja schon öfter den Eindruck gehabt, so Flecker, diese Berichte würden eigentlich am Karmeliterplatz entstehen. Dort befindet sich die Parteizentrale der ÖVP. Flecker hat jedenfalls die Geschäftsführung des Joanneums beauftragt, bis zum Herbst neue Varianten vorzulegen und - etwa durch die Reduktion des geplanten Tiefbaus auf ein Untergeschoss und die Verlagerung der Depots der Landesbibliothek in die Raubergasse - Kosten zu sparen. Bei "heftigsten Bemühungen" sei dadurch ein um zehn Millionen Euro billigerer Bau möglich. Flecker gab sich zuversichtlich, dass dann auch die ÖVP, die das Projekt zuletzt für "tot" erklärt hatte, wieder mit im Boot sein werde.

OPER Wie australischen Tageszeitungen zu entnehmen ist, wird sich die Grazer Oper ihren Chefdirigenten Johannes Fritzsch ab nächstem Jahr teilen müssen. Fritzsch, der seine Stelle in Graz vergangenen Herbst angetreten hat, wurde letzte Woche nämlich auch als Chefdirigent des Queensland Orchestra in Brisbane verpflichtet, zunächst für drei Jahre. Fritzsch ist mit der australischen Violinistin Sue Collins verheiratet und Graz noch bis zum Herbst 2009 im Wort. Dann endet bekanntlich auch die Intendanz von Jörg Koßdorff und die derzeitige Direktorin der Berliner Staatsoper Elisabeth Sobotka wird das Steuer in Graz übernehmen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige