Immer schön geradeaus!

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

VERKEHR Seit 1990 stieg die Zahl der Autos in Österreich um 1,2 Millionen. Das martert Mensch und Umwelt. Warum die Politik nicht gegensteuert.

Hier lässt es sich leben. Vor dem kleinen weiß-gelben Haus liegt ein gepflegter Garten, gleich daneben die Garage. Es ist kurz vor sieben Uhr früh. Wie an jedem Arbeitstag verlässt Sabine Moser (Name geändert) ihr Heim, streift an den Pflanzen vorbei und holt ihren Suzuki aus der Garage. Dann fährt die Niederösterreicherin in ihre Arbeit nach Wien. Die 37-jährige wohnt in Eichgraben, dreißig Kilometer westlich von Wien. Sie sagt: "Wenn ich den Parkplatz in der Arbeit nicht hätte, würde ich wahrscheinlich mit dem Zug fahren." Der Bahnhof ist nur zehn Gehminuten entfernt. Zur Schulzeit wäre die Pendlerin mit der Bahn sogar schneller im Büro. Aber für Moser geht die Bequemlichkeit vor. Und die findet sie in ihrem Wagen.

Sie ist nicht die Einzige, die die Freiheit des Automobils schätzt. Österreich ist eine wahre Autofahrernation. Um


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige