Kommentar

Harry Potter: Der Mond ist aufgegangen

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

Es war diesmal keine österreichische Illustrierte, die das letzte Interview eines Verstorbenen erschummelte oder den neuen Staatsoperndirektor vor allen anderen kannte. Die New York Times prahlte am letzten Freitag mit einer Exklusivgeschichte. Es musste also ein Knüller globaler Dimension sein, über den die angesehene New Yorker Zeitung vorab berichtete: Freitag Nacht wurde "Harry Potter and the Deathly Hallows" ausgeliefert (siehe auch Artikel auf Seite 53).

Im Vergleich zur Mondlandung 1969 mag die Landung dieses Romans im Buchhandel zwar nur ein kleiner Schritt für die Menschheit gewesen sein; auch führte sie geradewegs zurück in die Gutenberggalaxie. Dennoch haben Apollo 11 und Potter 7 etwas gemeinsam: Sie fanden für alle gleichzeitig statt, für die TV-Zuschauer damals und für die Potterfans der Gegenwart, die nächtens die Buchläden stürmten. Sagen wir mal: fast gleichzeitig.

Wenn irgendetwas Bedeutendes in diesem Universum passiert, gibt es immer eine Zeitung, die vor allen


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