Das Raketenbräuhaus

Kultur | Florian Freund | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

ZEITGESCHICHTE In dem Stück "Zipf oder die dunkle Seite des Mondes" verarbeitet Franzobel die Geschichte der von KZ-Häftlingen betriebenen Raketenanlage in Redl-Zipf. Wie stellt sich die historische Faktenlage dar? Ein Bericht.

Der Führer ordnet aufgrund eines Vorschlags an, dass alle Maßnahmen ergriffen werden, um gemeinsam mit dem Reichsführer SS (Heinrich Himmler, Anm. d. Red.) unter starker Einschaltung seiner Kräfte aus den Konzentrationslagern den Bau der entsprechenden Fertigungsanlagen und die Fertigung von A4(-Raketen, Anm. d. Red.) erneut voranzutreiben."

Diese kurze Notiz einer Besprechung bei Adolf Hitler Ende August 1943 markiert den Beginn eines gigantischen Programms, um Kernbereiche der Rüstung, insbesondere die Raketenrüstung, in vor Luftangriffen geschützte unterirdische Räume zu verlagern. Die Arbeitskraft der KZ-Häftlinge sollte die hochgesteckten Pläne ermöglichen.

Seit Herbst 1941 liefen gigantische Produktionsplanungen für A4-Raketen, die später die Propagandabezeichnung


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