Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

Sex

British Commonsex Kürzlich kam mir zu Ohren, dass die Engländerinnen die geilsten Frauen der Welt wären. Empört erkundigte ich mich, was genau denn so anders wäre an denen. Was ist mit den rassigen Spanierinnen, den temperamentvollen Italienerinnen, den … zumindest gediegenen Österreicherinnen? Physiognomisch dürften wir gleichauf sein, keine zusätzlichen Features wurden mir kolportiert. Ich bin aber auf ihren Trick gekommen, jenem, dessen ich mich intuitiv selber bediene: Die hungern die sinnlichen Eindrücke aus, indem sie absichtlich wirklich schlecht kochen. Unfressbar, die britische Küche, im Vergleich zu unserer oder der italienischen, französischen und spanischen. Das heißt, außer Landschaft bleibt in England für Sinnlichkeit, was dort halt an Weiblichkeit herumläuft. Das ist so ähnlich, wie wenn man in einem Hotel am Flughafen urlaubt. Danach findet man das an der Autobahn auch paradiesisch. Ich bin beruhigt, koche auch weiterhin schlecht, und bleibe daher Österreichs Top-1-Frau. Gut was? Heidi List

Fussball

Rohrubine Rapids Gegner in der dritten Runde des UI-Cups und der junge Austria-Spieler Okotie haben zweierlei gemeinsam. Beide heißen Rubin, und beide haben am vergangenen Wochenende verloren. Der russische Verein Rubin Kasan trifft zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren auf Rapid, und nach dem 1:3 im Hanappi-Stadion sieht es so aus, als würde das Team aus Tatarstan auch diesmal den Kürzeren ziehen. Bessere Aussichten hat Unter-20-Stürmer Rubin Okotie. Obwohl die österreichische Nationalmannschaft das Spiel um Platz 3 gegen Chile 0:1 verloren hat (wobei Okotie einmal an die Latte schoss), sind die Spieler dieses Teams die Aufsteiger des Jahres. In der Fußballersprache spricht man in Zusammenhang mit Kickern wie Hackmair, Harnik, Hoffer oder Prödl von "Rohdiamanten". Neu ist die Erkenntnis, dass manche dieser Diamanten Rubine sind.

Wolfgang Kralicek


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