St. Charles Alimentary

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Stadtleben | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

Das winzige Lokal St. Charles Alimentary in der Gumpendorfer Straße 33 ist ein interessantes Experiment, das die Verbindung von Genuss und Konsequenz anstrebt: Philipp Furtenbach und Philipp Riccabona verkochen nur Material, das sie entweder selbst gesammelt, gepflückt oder erlegt haben, oder das von bekannten Produzenten stammt, deren Philosophie sie genau kennen und gutheißen. Und weil die beiden keinen Salzmacher kennen, wird im St. Charles - das Lokal ist sozusagen ein Nebenprodukt der benachbarten Apotheke, Furtenbach & Riccabona stellen hier Kräuteressenzen und-tinkturen her - eben nicht gesalzen. Im August wird das Lokal in der Gumpendorfer Straße geschlossen und auf den Bauernhof nach Prigglitz übersiedelt. Hier kochen die beiden Philipps dann einen Monat lang quasi ohne Helm und ohne Gurt, also konkret ohne Strom und ohne Gas, nämlich auf offener Flamme, im Holzofen, im Erdofen oder wie auch immer. An den Sammel- und Pflückaktionen kann man sich als Gast beteiligen, direkt von der Wiese in die Suppe, vom Baum in den Strudel. Jeden Donnerstag gibt's außerdem Musik, und am Wochenende wird auf archaische Art und Weise sogar ein acht-bis zehngängiges Menü zubereitet. Die Anmeldung ist ratsam, gekocht und gegessen wird bei jedem Wetter.

Anmeldung und Info unter Tel. 0676/586 13 65, www.saint.info


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