Spritzi, spritzi!

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 30/07 vom 25.07.2007

TRINKEN Endlich hat das Aperol-Spritz-Fieber auch Wien erwischt. Aber hier sagt man "Aperol-Spritzer" und nimmt Wein mit Soda statt Prosecco.

Sssss-priiiietz". So wird das Aperitifgetränk regelkonform und original italienisch ausgesprochen, das derzeit auch bei uns auf sehr vielen Schanigartentischchen zu sehen ist. Aber bei uns sagt man natürlich "Aperol-Spritzer" und lässt sich Weißwein mit Soda von einem Schuss Rhabarberbitter aus dem Hause Aperol knallorange einfärben. Eiswürfel und ein Scheibchen Zitronenschale gehören auch dazu zum italienischen Lebensgefühl, das man nun endlich in Wien entdeckt hat. Überall auf den Terrassen von Szenehütten, an Stadtstränden oder auf Privatpartys: Alle trinken plötzlich Spritzer orange!

Und das mit dem "Spritzer" ist dabei gar nicht so weit hergeholt. Angeblich hat man nämlich im Veneto, wo der angesagte Aperitif seinen Ursprung hat, auf das österreichische Wort zurückgegriffen, als es darum ging, Alkohol mit Sodawasser zu strecken.

Alkohol


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige