Die Grenzen der Stadt

Politik | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

INTEGRATION Sie sprechen perfekt Deutsch, haben einen Uni-Abschluss oder eine Firma: Aber wenn sie Arbeit, Wohnung oder Spaß suchen, haben es Marie-Claude Mutamba oder Job Addae viel schwerer als ihre weißen Mitbürger. FLORA EDER

35 Grad. Die Sonne knallt herunter, eine leichte Brise umweht die Bäume des Grazer Augartens. "Mir gefällt an Graz das Wetter", sagt Marie-Claude Mutamba, die entspannt im Schatten des Auschlössls sitzt und Marillensaft schlürft. Nicht immer hat sie es so gemütlich wie jetzt, der Alltag der allein erziehenden Mutter dreier Kinder ist hektisch. Sie schaukelt die Familie, die gemeinsam in einer Dreizimmer-Gemeindewohnung lebt, alleine. Nebenbei arbeitet sie geringfügig bei der Interkulturellen Bildungsarbeit (Iku), einem beim Sozialverein Isop angesiedelten Integrationsprojekt, das sie durch Schulen in der ganzen Steiermark führt. Für ein Treffen mit Freunden bleibt oft nur am Wochenende Zeit. Und ihr Mann? "Der ist in England und auf Arbeitssuche. Er hatte


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