Kunst kurz

Landflüchtiges

Kultur | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

Die gemeinsam mit der Umetnostna Galerija Maribor verwirklichte Ausstellung im Grazer Künstlerhaus läuft unter dem doppelt irreführenden Titel "Land(e)scape. Zeitgenössische Kunst aus Slowenien" (bis 2.9.). Denn weder soll damit ein slowenisches Kunstschaffen der Gegenwart umrissen sein noch verhandeln die Arbeiten Land oder Landschaft. Raum steht hier eher metaphorisch zur Diskussion. Das ist en vogue. Gelenkt wird der Blick auf die Fährnisse modernen Raum- und Selbstverständnisses. Davide Grassi verhandelt in einer Videoarbeit Massenmedien als politische Meinungsbildungsräume nach dem Vorbild der antiken Agora. Und Sašo Sedlacek zeigt, was dem Raumfahrer im erdnahen All so alles um die Ohren fliegt. Der Kuratorin Breda Kolar Sluga ging es aber mehr um den "Kunstraum". Das passt zum Künstlerhaus und dessen jüngst von Werner Fenz gewiesener Programmlinie. Žiga Kariž baut also aus den Errungenschaften moderner Kunst die Klause des stilbewussten Melancholikers vor der Skyline


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