Eine Stadt klotzt

Vorwort | Christoph Gollner | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

VERKEHR Wien baut schon wieder die U-Bahn aus. Das ist teuer, spekulativ und ineffizient.

Am 12. Juli sind die Wiener U-Bahn-Erweiterungspläne also tatsächlich finanziell abgesegnet worden. Und man hätte sich doch glatt gewünscht, der schwarze Finanzminister hätte es der roten Stadtregierung ein wenig schwerer gemacht. Verkehrs- und Stadtplaner reden und schreiben seit Jahr und Tag gegen den Wiener U-Bahn-Erweiterungswahn an und plädieren für alternative Konzepte - etwa in Form eines Ausbaus von Schnellstraßenbahnen.

Die Resistenz der Wiener Stadtregierung gegenüber der sachlichen Argumentation ist ein teurer Spaß: Selbst wenn man sich durch die Abkehr vom U-Bahn-Ausbau die Co-Finanzierung durch den Bund entgehen lassen müsste, könnten mit der runden Milliarde, die Wien zum Ausbau der U-Bahn nunmehr beisteuern muss, unglaublich viel effizientere, schneller zu errichtende und mehr Menschen erreichende Maßnahmen gesetzt werden. Denn mit den geplanten Maßnahmen gerät das Kosten-Nutzen-Verhältnis


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