Mediensplitter

Medien | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

Ballern mit Platter Einst knallten Polizeipressesprecher kritischen Journalisten den Telefonhörer hin. Jetzt wird auf gemeinsame Abenteuer gesetzt. Das Bundeskriminalamt (BKA) bittet deshalb Medienleute zum "Presseschießen". Da können Medienvertreter, nicht nur mit Glock-Pistolen, sondern auch mit Kalaschnikov-Sturmgewehren, Scorpion-Maschinenpistolen, rumänischen Scharfschützengewehren und einer "Kartoffelkanone" herumballern, so die Einladung. Dem besten Schützen überreicht ÖVP-Innenminister Günther Platter eine Urkunde.

Der "Standard" baut um Gleich zwei neue Führungspositionen werden von der neuen Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmidt neu besetzt. Petra Stuiber, die für die deutsche Welt und für Format arbeitete, folgt Otto Ranftl als Leiterin des Chronik-Ressorts nach. In der Außenpolitik übernimmt Christoph Prantner die Leitung. Er löst die langjährige Ressortchefin Gudrun Harrer ab.

Orange 1000 Watt Bisher war die Senderkapazität des freien Radios Orange 94.0 eher dürftig, der Empfang in Wien oft reine Glückssache. Seit vergangene Woche ein neuer 1000-Watt-Sender am Donauturm in Betrieb gegangen ist, kann man die freien Sendungen im gesamten Großraum Wien empfangen.

Leichenschänder - Österreichs Boulevard hat bislang die Rechte von Verbrechensopfern zumindest einigermaßen geachtet. Damit ist Schluss. Jetzt wird entführten Mädchen und den Leichen von Kindern ins Gesicht geblitzt. "Heute" brachte kürzlich ein Foto von Natascha Kampusch, das sie beim Schmusen in der Disco zeigt. Nun legt "Krone"-Chef Hans Dichand im Fall eines amoklaufenden Serben nach. Er druckt halbseitig das Bild eines erschossenen Kindes, daneben die schluchzende Mutter, die den Leichnam streichelt. Eine Seite weiter noch ein Toter - diesmal wird sogar das Leichentuch zurückgeschlagen. Auch Fellners "Österreich" hat diese Leichenfotos gedruckt - allerdings kleiner. Es gibt ja doch noch Unterschiede beim Umgang mit der menschlichen Würde.


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