Kommentar

Kunstbericht 2006: Moraks Handschrift

Kultur | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

Mit dem vergangene Woche veröffentlichten "Bericht über die Kunstförderung des Bundes" (kurz: "Kunstbericht 2006") wurde die Ära Franz Morak (ÖVP) sozusagen offiziell abgeschlossen. Seit Anfang 2007 sind die Kunstagenden Angelegenheit von Ministerin Claudia Schmied (SPÖ), die den Kunstbericht zwar offiziell herausgegeben hat, sich von dessen Inhalt aber im Vorwort gleich einmal distanziert: "Eine Kommentierung der vorliegenden Zahlen nehme ich in diesem Bericht nicht vor, da sie nicht meine Arbeit darstellen", schreibt Schmied. "Meine Handschrift wird im Kunstbericht 2007 erkennbar sein."

Das klingt logisch. Ebenso logisch ergibt sich daraus, dass im vorliegenden Kunstbericht 2006 die Handschrift Franz Moraks erkennbar sein müsste. Wie also sieht sie aus, die Klaue des Staatssekretärs? "Schon auf den ersten Blick ist aus dem Kunstbericht ersichtlich, dass Franz Morak die Begünstigung großer Festivals in seinem Abschiedsjahr auf die Spitze getrieben hat", analysiert Martin Wassermair


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