Prinz von Dänemark

Kultur | Andreas Hartenthaler-Dallinger | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

MUSIKTHEATER Oper als Fitnesscenter der Gefühle: eine Begegnung mit Kasper Bech Holten, Europas jüngstem Operndirektor.

Am Samstagvormittag im Sperl über Oper reden: Das klingt gefährlich klassisch. Aber der Regisseur Kasper Bech Holten, der im Theater an der Wien gerade Mozarts "Le nozze di Figaro" inszeniert, hat so gar nichts Räsonierendes an sich. Vielmehr ist er der lebende Beweis dafür, dass Dänemark nicht nur schwermütige Prinzen hervorbringt. Heiter, unkompliziert, eloquent, ansteckend positiv und von Oper durch und durch beseelt, umgibt ihn tatsächlich eine prinzenhafte Ausstrahlung. Vielleicht, weil er nach eigener Aussage ein "fantastisches Märchen unserer Tage" erleben durfte: Anno 2000 übernahm er 26-jährig (!) die Königliche Oper Kopenhagen. Und nur vier Monate nach seiner Bestellung überraschte der reichste Mann Dänemarks ihn und das ganze Land mit der Absicht, Kopenhagen ein neues Opernhaus zu schenken. Arnold Mærsk McKinney Møller, milliardenschwerer Industriekapitän,


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