Neuer Stadtteil

Leben auf der Nordbahn

Stadtleben | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

Wohnen im Grünen": So werden Bauträger jene Wohnungen anpreisen, die auf dem ehemaligen Gelände der Nordbahn entstehen. Seit den Neunzigerjahren arbeiten Stadtplaner, an einer neuen Nutzung des riesigen Areals zwischen Nordbahnstraße und Donau, zwischen Brigittenau und Lassallestraße. Hier, gleichermaßen zentrums-wie naturnah (Donauinsel!), befindet sich eines der letzten innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiete. Die Leopoldstadt erweitert sich um moderne Architektur, wobei sich die Planer in ihrem Leitbild für das Quartier mit ökologischer Ausrichtung, umweltgerechter Verkehrsplanung und "interessanter Gestaltung" besonders beispielhaft gaben.

Bis 2015 sollen auf dem von den ÖBB nicht mehr gebrauchten Frachtgelände in 9000 Wohnungen 20.000 Menschen leben, in eleganten Bürohäusern 17.000 Arbeitsplätze entstehen. Ein 200 Meter langer, bereits 1979 von den ÖBB freigegebener Streifen entlang der Lassallestraße ist schon länger mit Bürohäusern verbaut. Zu den geplanten Wohnhäusern kommt nun auch soziale Infrastruktur, Schulen, Horte und eine Kindertagesstätte. Derzeit baut man hier an Wohnhausanlagen wie der "Bikecity" (Zielgruppe: Radfahrer) oder "Wohnen am Park".

Kernstück des "grünen Wohnens" auf dem ehemaligen Schienenareal wird nämlich der 3,1 Hektar große Rudolf-Bednar-Park sein, benannt nach dem SPÖ-Politiker und langjährigen Bezirksvorsteher der Leopoldstadt. Gerade war Spatenstich, die Eröffnung ist für den August 2008 geplant. Das Konzept des Schweizer Landschaftsarchitekten Günther Vogt sieht einen zusammenhängenden "Baumschleier", "Schilfgärten" und blühende "Quartiergärten" vor. Dazu kommen Zonen für die unterschiedlichen Nutzergruppen, Spiel- und Skaterplätze, Ruhezonen und nutzungsoffene Rasenflächen. Damit das Wohnen im Grünen Sinn ergibt.

C. W.


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