Waagenpark

Stadtleben | Michael Ziegelwagner | aus FALTER 31/07 vom 01.08.2007

STRASSE Gehsteigwaagen gehören zum Stadtbild: Jeder kennt sie, keiner benützt sie. Sogar die Betreiber wundern sich, dass sie damit Geld verdienen..

Wer kommt schon auf die Idee, auf der Straße sein Gewicht zu prüfen? Eben. Trotzdem kennt man die Automaten, die dazu einladen wollen: farblich in Rot, Gold oder Silber gehalten, oben ein Kopf mit Gewichtsanzeige, nach unten hin schmaler, am Boden ein Trittbrett aus Stahl. Der Zeiger sitzt bei null Kilo fest, erst ein 20-Cent-Stück und das Körpergewicht des Kunden geben ihm Auftrieb. Altbekannt und notorisch ignoriert sind diese öffentlichen Personenwaagen, die sich überall in Wien an Hauswände schmiegen oder an Straßenbahnstationen still ihre Dienste anbieten. Man hat sich an sie gewöhnt - und übersieht sie geflissentlich. Wer braucht die Waagen überhaupt? Fünf Leute leben davon, nämlich Herr und Frau Popp mit ihren drei Kindern im burgenländischen Pinkafeld, Gfangen 7: Die Popps haben eine sehr öffentliche Adresse, die auf


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