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Benedikt XVI.

Politik | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Der Papst weiß, was sich gehört. So wird er gleich am ersten Tag seines Besuchs in Österreich gemeinsam mit dem Wiener Oberrabbiner Paul Eisenberg vor dem Mahnmal am Judenplatz der österreichischen Opfer der Shoah gedenken. Schließlich waren es auch christliche Prediger, die schon im Wien des 15. Jahrhunderts mit abergläubischen Vorstellungen gegen die Juden hetzten und so mitverantwortlich an deren Verfolgung waren. Der Papstauftritt am Judenplatz ist eine kleine Geste mit hohem symbolischem Wert, gerade für den höchsten katholischen Würdenträger. Respekt, Santissimo Padre! Wenn der Pontifex maximus auch in anderen kirchenpolitisch heiklen Fragen ähnliche Momente von Einsicht, Toleranz und Weltoffenheit demonstrieren wollte, hätten wir da noch ein paar Vorschläge für ihn: Was ist denn zum Beispiel mit Frauen als Priestern, der Homoehe oder der Abschaffung des Zölibats?


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