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Kultur | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Arbeit

Érik Orsenna: Weiße Plantagen. Eine Reise durch unsere globalisierte Welt

Globalisierung ist ein alter Hut. Érik Orsenna zeigt dies am Beispiel der Baumwolle, seit Jahrhunderten ein Kristallisationspunkt des Welthandels. Fast ebenso alt ist der Konflikt um erträgliche Arbeitsbedingungen: Sweatshops mit Hungerlöhnen waren schon die Textilfabriken im frühen 19. Jahrhundert. Die Sklavenplantagen in den Südstaaten legten den Grundstein für die Dominanz der USA im Baumwollsektor, die noch heute mit Zähnen, Klauen und Subventionen verteidigt wird. Die indische Unabhängigkeitsbewegung kam mit dem Kampf für eine eigenständige Textilverarbeitung erst in Schwung.

Heute geht es bei den Auseinandersetzungen um Subventionen und Billig-Textilimporte aus China um die Existenz von Bauern, Textilarbeitern und ganzen Volkswirtschaften. In seiner Reportage über Anbau und Verarbeitung der Baumwolle zeigt Orsenna, Mitglied der Académie Française und Berater Ségolène Royals, globale Vernetzungen


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