Mute tut gut

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Musik Dreißig Jahre nach seiner Gründung ist das legendäre Londoner Label Mute Records zwar längst nicht mehr "independent", beglückt aber nach wie vor mit Manifestationen musikalischen Eigensinns.

Der von Mute Records gepflegten monochromen Ästhetik zum Trotz eint den bunten Reigen von Acts, der sich hinter den Aushängeschildern Nick Cave, Moby, Einstürzende Neubauten und Depeche Mode tummelt, einzig die exzentrische Vorliebe des allmächtigen Firmengründers Daniel Miller. Auch wenn die große Industrie (EMI) schon vor fünf Jahren die Finanzhoheit übernahm und der einst so stolze Independent-Betrieb heuer, im dreißigsten Jahr seines Bestehens, die alte Zentrale samt Studio, Büros und Plattenlager dem Rotstift opfern musste, ist der stoppelglatzige Miller bei den Londoner Gigs "seiner" Bands verlässlich anzutreffen.

Dennoch wurde Labelfrischling James Chapman alias Maps ein wenig nervös, als der Boss persönlich auf Hausbesuch kam: "Daniel Miller wollte schauen, was für Geräte


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