Die beiden Bergmänner

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

INGMAR BERGMAN (1918-2007) Die Filme des schwedischen Kinomodernisten haben die Jahre nicht ganz unbeschadet überstanden. Aber versteckt sich hinter aller Symbolschwere nicht noch ein ganz "anderer" Bergman?

Eine unheimliche Begegnung in den Abendnachrichten: Am selben Tag, an dem Arnold Schwarzenegger seinen sechzigsten Geburtstag feierte, ist Ingmar Bergman in seinem Haus auf der Ostseeinsel Fårö verstorben. Tatsächlich sind der Muskelmann und der Autorenfilmer einander aber schon vor den TV-Schlagzeilen des 30. Juli einmal begegnet: In der Actionfilmparodie "Last Action Hero" (1993) trifft Arnie auf einen neugierigen Gevatter Tod, der aus Bergmans Mysterienspiel "Das siebte Siegel" (1957) auf die andere Seite der Leinwand geklettert ist.

Schon an diesem koketten Gipfeltreffen zwischen Hoch- und Popkultur lässt sich der Sonderstatus ermessen, den Bergman als Persönlichkeit und Trademark im Massenmarkt der Laufbilder innehatte. Kaum ein anderer Name war bis zuletzt so untrennbar mit


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