Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Sex

Zum Stich gekommen Eines Nachmittags, man geschlechtsverkehrte gerade missionarsmäßig auf der Almwiese, stach eine revierverteidigende Wespe die Dame in den Arsch. Man weiß nicht, ob der Wespe der Dame Allergie gegen sie bekannt war, wenn ja, war's echt gemein. Dem Mann jedoch, in Rage, gefiel die plötzliche Tempozunahme und Lautstärke der Dame. Gesänge waren es, meinte er nachher, nicht ganz melodisch, aber laut und echt sexy. Gebrüllt hätte sie, um ihr Leben, meinte sie nachher, schrill und eindeutig - und ganz sicher war das nicht geil. Er wiederum verteidigte sich, dass vor lauter Insektengesumme und Blumengewachse die Situation auditiv kaum eindeutig zu interpretieren war. Er vögelte also weiter. Um der Situation zu entkommen, flüchtete sie sich in einen Kreislaufkollaps inklusive einer anschließenden Ohnmacht. Das machte ihn dann doch stutzig, das war kein dramaturgisches Innehalten im Akt, das war Wegsein. Die Entschuldigungsreise einige Zeit später ging ins ferne Antiwespien und war wirklich teuer.

Heidi List

Fussball

Brutalinskis So kennen wir ihn, so lieben wir ihn nicht, den österreichischen Fußball. Ein Spieler, unterdurchschnittlich denkfähig, aber überdurchschnittlich motiviert, was gern als Entschuldigung angeführt wird, springt seinem Gegenspieler gestreckten Beines, die Metallstoppeln voran, ins Gesicht. Er bekommt Gelbrot und wird im TV als einigermaßen lässlicher, weil geständiger Sünder vorgeführt. Der Mann heißt überraschenderweise nicht Hannes Eder, sondern Wolfgang Klapf. Rapidler Eder zeigte den gleichen Trick letztes Jahr, als er den Altacher Leonardo in die Halsschlagader trat. Er wurde nicht einmal ausgeschlossen. Klapf, 20, spielt seit heuer beim Lask und hat in drei Spielen drei gelbe Karten kassiert. Das Urteil stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Für solche Attacken wäre ein Jahr Sperre noch zu milde.

Armin Thurnher


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige