Schunkeln am Kanal

Heike Hausensteiner | Stadtleben | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

WIEN AM RAND (3) Kurzurlaub in der Stadt: Wir bewegen uns diesmal im Wiener Norden entlang des Marchfeldkanals, einem Paradies für Fauna, Flora und Mensch.

Am Marchfeldkanal ist gut schunkeln. Wenn die Turnstunden des Gymnasiums GRG 21 in der Ödenburger Straße hierher verlegt werden, können die weniger eifrigen Sprösslinge auf der kurvenreichen Strecke optimal kneifen. Andere genießen die Naturoase auf ihre Weise: Radfahrer, Läufer oder Spaziergeher, Hundebesitzer, manchmal auch Reiter, Fischer und Kanufahrer sagen sich entlang des Gewässers guten Tag. Die Hagebutten, Brombeeren und Walnüsse sind bald reif und die Biomarillen und Äpfel aus den noch unverbauten Kleingärten ein Gedicht. Der Duft der überreifen gelben Ringlotten kitzelt die Nasenflügel. Die Bienen von Martin Bezdekovskys Honigfarm finden in diesem Naturschutzgebiet am Wiener Stadtrand bei Floridsdorf ein Paradies vor.

Dabei ist der idyllische Wasserweg aus sehr pragmatischen Gründen entstanden. Das weniger werdende

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