Vorwort

Der Ring, Kinder!

Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

So ein Ring, das ist etwas Fabelhaftes. Auch die Geschichte des Spielberger Asphaltrunds hat längst sagenhafte, ja Tolkiensche Dimensionen angenommen. Dereinst, in etwa siebenhundertsiebenundsiebzig Jahren, werden Einjährige für ihren ersten Berufsbefähigungstest im Fach Heimatkunde nicht nur Fragen zur Ahnfrau von Eggenberg und zum Erzberger Wassermann beantworten, sondern ganz gewiss auch die Sage vom Österreich-Ring parat haben müssen. Die Geschichte wird dann mystisch geglättet sein, frei von dem, was wir heute unter Parteienzank und-politik verstehen. Es wird eine Geschichte von Glanz und Niedergang sein, sie wird von Hoffnung und Enttäuschung handeln, von Raserei und Stillstand. Und sie wird bei den Kindern für ungläubiges Staunen sorgen: Gab es wirklich eine Zeit, als Wohl und Wehe eines ganzen Landes davon abhingen, dass benzinfressende Fahrzeuge unter größtmöglicher Lärmentwicklung im Kreis fahren durften?

Ein Jahrhundertprojekt ist der Spielberger Ring bereits heute.


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