Herr Hirschmann hält Hof

Kultur | Andreas Barth | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Stadtmenschen Als Jausenstation getarnt, erstreckt sich an einer Grazer Einfahrtsstraße das bizarre Reich des Rudi Hirschmann und seines Kunstministers Erwin Michenthaler.

Kommst einfach vorbei gegen acht, der Erwin wird da sein." - "Welcher Tag?" - "Wurscht." Einen Gesprächstermin mit dem Maler Erwin Michenthaler über seinen Mundschenk zu bekommen, erweist sich als einfache Übung. Die Jausenstation Hirschmann in der Conrad-von-Hötzendorfstraße, von Rudi Hirschmann vor fünf Jahren als Greißlerei ins Leben gerufen, ist nach mehreren Expansionsschritten zum Mittelpunkt eines kleinen Universums mit einer illustren Schar an Stammgästen als Fixsternen geworden.

Der feinsinnige Gründer, ehemalige Staplerfahrer und gelernte KFZ-Mechaniker steht praktisch rund um die Uhr an der Budel, der Bar oder den Spielautomaten und wacht über sein Labyrinth der kulinarischen und künstlerischen Mischkulanzen. Mitunter nimmt er sich Zeit, seine Fähigkeiten an der Gitarre zu erweitern oder ein neues

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