Hundert Jahre Zeitausgleich

Kultur | Johannes Schrettle | aus FALTER 32/07 vom 08.08.2007

Das wirkliche Leben

Am 18. März schrieb der Erfinder des TU Graz-2nd Life Blogs: wir könnten uns treffen, gemeinsam Objekte erschaffen und was wir sonst noch so vorhaben… Mittlerweile machen das alle, die Fachhochschule Kapfenberg trifft sich zu Infoabenden beim Riesenrad auf Austria Island, der August steht im Zeichen des virtuellen Kunsthauses im second life, und Künstler aller Sparten kriegen dann endlich Ateliers und Grundstücke, die gar nicht existieren. Um dort Arbeiten zu realisieren, die im wirklichen Leben so nicht machbar wären. Was aber ist das wirkliche Leben? Den Einstieg ins wirkliche Leben zumindest findet man in einem Lehrtraining im Studio für Seele, Geist und Körper in der realen Herrengasse. Freiheit heißt sich selbst finden UND leben. Wo man sich dann wirklich findet UND lebt, ist auch eine Geldfrage. Am besten aber irgendwo weit weg, es will ja niemand als Heimchen am Herd verschrien sein. Der Vergleich hinkt freilich, denn das Heimchen ist eine Grille, die noch dazu gern singt. Und zur Fortpflanzung sucht auch das Heimchen gern andere Orte auf, die am besten sehr warm sein sollen (zum Beispiel Großküchen). Das ist verständlich. Im Allgemeinen sind Heimchen am Herd also eine Plage, der man entweder mit Kammerjäger oder mit Hilfe von Pfeilgiftfröschen Herr wird. Pfeilgiftfrösche sind giftiger als jede Giftschlange und auch sie kann man in Graz kaufen.


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