Vorwort

Blut geleckt

Donja Noormfodi | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

Dracula treibt derzeit am Grazer Schloßberg sein Unwesen, und zwar beim Musical Festival in den Kasematten. Ein erstes Fazit: Dracula ist leichte Kost, solide gesungen und nicht peinlich - aber leider auch nicht neu (Rezension S. 7). Dem Publikum gefällt's. Kein Wunder, dürfte doch den Grazern der Blutsauger derzeit fast sympathisch erscheinen, zumindest im Vergleich zu manchen Umlandgemeinden. Zwar saugen diese kein Blut, dafür aber Betriebe, Einwohner und Steuern aus der Stadt ab - auch das kann tödlich sein. Während Graz in Schulden versinkt, lebt mancher Ort in der Umgebung wie die Made im Speck. Im Paradebeispiel Seiersberg macht's unter anderem das Schreckgespenst Shoppingcenter möglich, das aus der Landeshauptstadt Unternehmen und damit Kommunalsteuern abzieht.

Die so genannte Gegenstrategie der Stadt: Auch Graz soll ein Shoppingcenter werden, meinte Joseph Schnedlitz von der Handelsmarketinggesellschaft, die dem Innenstadthandel neues Leben einhauchen sollte. Das Rezept ist

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