Uhrwerk der Erinnerung

Kultur | Daniela Bartens* | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

REZENSION In seinem neuen Buch "Das Alphabet der Zeit" begibt sich Schriftsteller Gerhard Roth auf Spurensuche in seiner Vergangenheit und zeichnet ein Porträt seiner hassgeliebten Heimatstadt Graz.

Gerhard Roth ist im Juni 65 Jahre alt geworden, am 24. August erscheint nun sein fundamentales Erinnerungsbuch "Das Alphabet der Zeit" (S. Fischer-Verlag): Auf 850 Seiten erzählt er darin von seinen Kindheits- und Jugendjahren im engen Graz der Nachkriegs- und Wiederaufbauzeit, von den zu jeder Zeit opportunistisch angepassten Eltern und den eigenen Ausbruchsversuchen, von der Zeit und den Zeitläuften, dem Lesen und ersten Schreibversuchen und der schließlichen Selbstfindung als Künstler.

Zeit, Erinnerung und Identität, schwankend zwischen Einst und Jetzt, Außen- und Innensicht, sind wie in allen bedeutenden Autobiografien auch in Gerhard Roths Lebenserinnerungen Thema. "Die Erinnerung ist eine Fata Morgana in der Wüste des Vergessens", lautet denn auch das Motto des Buchs. Gerhard Roth


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