Auf ihn mit Gebrüll

Wolfgang Kühnelt | Politik | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

MUSICAL Dracula am Schloßberg - großartige Sänger in einem Stück mit vielen Längen, wenig Spannung und dem tiefen Griff in den Schmalztopf.

Die gute Nachricht: Der von ÖVP-Stadtrat Werner Miedl und der Kronenzeitung finanziell unterstützte Dracula ist weder Steuergeldverschwendung noch peinsames Provinztheater. Die Besetzung hat internationale Klasse, allen voran brillieren Lyn Liechty als Mina und - zumindest zeitweise - Thomas Borchert in der Titelrolle. Das Bühnenbild, das allerdings nicht ohne kleine technische Pannen benutzt wird, und die Lichteffekte sind einfallsreich. Leider gilt das nicht für das Stück per se. Das Musical von Frank Wildhorn bedient sich ungeniert bei der Populärkultur der letzten hundert Jahre und produziert doch keinerlei Suspense. In erster Linie muss naturgemäß Bram Stoker herhalten, der sich die Story freilich ganz anders vorgestellt hat. Die dunkle Seite des Grafen bleibt weitgehend auf der Strecke, die Geschichte dreht sich primär um Liebe und

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