Kommentar

Mak: Die Trümpfe werden nicht gespielt

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

Da wird in einer Wiener Ausstellung ein so spannendes Thema aufgearbeitet wie die Geschichte von Aluminium als Werkstoff in Architektur, Möbel- und Industriedesign (siehe Seite 55), und dann müssen sich die redlich bemühten Kuratoren mit viel zu wenigen Vitrinen begnügen. Die Kassenhalle der Österreichischen Postsparkasse ist als Durchgangsbereich kaum für Ausstellungen geeignet - auch wenn Otto Wagners Bau als Pionierwerk architektonischer Aluminiumverarbeitung thematisch passend scheint.

Dabei läge die für eine solche Ausstellung prädestinierte Institution ganz in der Nähe: das Museum für angewandte Kunst (Mak). Doch lang ist die Liste der Versäumnisse von Direktor Peter Noever, und dieses Jahr hat sie besonders schwerwiegende Einträge. Noevers Konkurrenten machen in dessen vernachlässigten Revieren fette Beute - und werden dabei absurderweise noch von Kustoden des Mak unterstützt. So stellte der Kunsthistoriker Christian Witt-Döring, der sich wegen Differenzen mit Noever


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