"Wie in einem alten Film noir"

Kultur | Gerhard Midding | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

FILM In "Le Petit Lieutenant" kämpft Nathalie Baye als Kommissarin gegen die eigenen Dämonen. Ein Gespräch über diese Rolle, die Kinobegeisterung französischer Polizisten und die Last, verführerisch zu sein.

Nur wenige Schauspielerinnen besitzen wie Nathalie Baye die Gabe, unaufdringlich den Eindruck zu erwecken, jede Rolle sei auf sie zugeschnitten. Ihr Status im französischen Kino ist einzigartig, allenfalls lässt er sich mit dem Isabelle Hupperts vergleichen, die wie sie Anfang der Siebzigerjahre ihr Kinodebüt gab. Als patentes Scriptgirl in François Truffauts "Die amerikanische Nacht" eroberte sie sich das Rollenfach der sensiblen Alltagsheldinnen, die willensstark und intelligent sind und deren Weiblichkeit ihre männlichen Partner nicht einschüchtert. Anfang der Achtziger gelang ihr, was zuvor keine andere Schauspielerin geschafft hat: Sie gewann dreimal in Folge den César, das französische Äquivalent des Oscars.

In "Le Petit Lieutenant" (deutscher Titel: "Eine fatale


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