Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

Seven Sins Bruno Max (Konzept und Raum) führt eine weitere seiner Produktionen im Mödlinger Stollensystem auf. Diesmal widmet er sich in "Seven Sins" den Todsünden, ihrer Präsenz in der Menschheitsgeschichte und dem laschen Bewusstsein dafür in der Gegenwart. Dabei entstand eine ziemlich wilde exzentrische Mischung. So stolpert auch das Publikum, aufgeteilt in kleine Erkundungstruppen, von einer Station zur nächsten. Und so unterschiedlich wie die ausgewählten Texte sind deren Umsetzung und Kompatibilität mit dem labyrinthischen, höllenähnlichen Ort. Während zum Beispiel die Völlerei ein herrlich schwülstiges Tableau vivant abgibt und der Neid uns in den Figuren des Salieri und einer Heurigenwirtin sehr wienerisch gefärbt und poetisch fesselnd entgegentritt, sind andere Stationen weniger stimmig. Bernie Feit gab zur Premiere einen teuflisch guten, singenden Jungscharführer, der seiner Gruppe mit der Gitarre einheizt; Verführung jedenfalls allerorts und wenig Tröstliches

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