Film

Drugs, Angst and Bicycles


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

Seit 25 Jahren liefern die Storys und Romane des genialen Scifi-Vielschreibers Philip K. Dick (1928-1982) verlässlich Vorlagen für Hollywood. Nach "Blade Runner" (1982), "Total Recall" (1990), Steven Spielbergs "Minority Report" (2002) und dem mäßig überzeugenden "Paycheck" (2003) kommt Richard Linklaters "A Scanner Darkly" (2006) nun auch bei uns endlich regulär ins Kino.

Ihren Reiz bezieht die bislang gelungenste und intelligenteste Dick-Verfilmung nicht nur aus der Vorlage, einem der besten unter den klassischen Paranoiaromanen des Autors, sondern aus dem Verfahren: Mithilfe der digitalen Rotoskop-Animation gelingt es zum einen, einen Grad an Abstraktheit aufrechtzuerhalten, der überzeugender ist als jede fotorealistische Umsetzung der Story (Protagonist Bob Arctor steckt in einem Anzug, der mittels aufwendiger Täuschungstechnologie seine Identität verschleiert); zum anderen bleiben die Gesichter der Darsteller (Winona Ryder, Keanu Reeves) erkennbar, vor allem aber auch die drogenbedingt hochidiosynkratische und-komische Gestik und Motorik (Robert Downey jr., Woody Harrelson). Und: Noch nie hat die Gangschaltung eines Fahrrades in einem Scifi-Film für so viel Spaß gesorgt.

Ab 15.8. im Kino (OF in Burg).


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