Nüchtern betrachtet

I Stuck around St. Petersburg

Kultur | aus FALTER 33/07 vom 15.08.2007

Only one!!!", herrschte uns die Zolltante mit aller ihr zur Verfügung stehenden postsowjetischen Verbiesterung an und pulverisierte damit auch noch den letzten Krümel Ostalgie, der sich in mir hätte finden lassen. Aber der melancholische Schnauzbart, der uns zum Hotel führte, versöhnte mich dann wieder mit der russischen Seele. St. Petersburg hat 35-mal so viele Einwohner wie Paderborn, der Flughafen ist so groß wie der von Paderborn, und sämtliche Einwohner Paderborns würden ins Hotel Moskva passen; wobei der Konjunktiv eh unangebracht ist: Sämtliche Einwohner Paderborns waren im Hotel Moskva. Es ist an sich nicht die Art des Sankt-Petersburgers, die Schönheit seiner Stadt unter den Scheffel zu stellen, was er indes ängstlich zu verbergen trachtet, ist die Existenz einer U-Bahn. Nur Menschen, die mit den Standards der globalisierten Konsumwelt dermaßen unvertraut sind, dass sie das goldene "M" von McDonald's fälschlicherweise für ein Hinweisschild auf die "Metro" halten,


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