Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 34/07 vom 22.08.2007

Auch vor 20 Jahren, waren schon Salzburger Festspiele. Der Soziologe Reinhold Knoll schrieb dazu eine seiner charmant bösartigen Glossen, "Die Pause". Ein Auszug.

"Zu meinem Mann hab ich gesagt, der Konkurs is ein Segen! Früher hat er doch schaun müssen, dass er die Aufträge bekommt, auch wenns ein Staatsbetrieb war, und hat dauernd seine alten Verbindungen gebraucht, die bei ihm ja bis in die Partei reichen, aber jetzt haben wir das nimmer notwendig. Endlich sind wir vom Druck befreit, die Banken immer das Defizit abdecken zu lassen, und das war nur mit die Verbindungen möglich, damit mein Mann bleibt. Die Seevilla haben wir am Ende dem Betrieb noch abgekauft, das war ja die ganzn Jahre Firmeneigentum, das wurde uns dann aber günstig angeboten, und jetzt haben wir das für uns und unsere Ruhe.

Waren Sie vorgestern im Orchesterkonzert? No, der Strauss, einmalig. Obwohl ich sagn muss, der Ozawa im Frack macht keine gute Figur. Aber heute kann man bei die Dirigenten ja nicht mehr wählerisch

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